Gemeinsam Stark für unser Wasser

Wörthsee liegt zwischen See und Wald und diesen „Naturrahmen“ gilt es zu bewahren. Nicht nur für uns, sondern insbesondere für die kommenden Generationen.

 

Der Sommer 2018 hat uns drastisch vor Augen geführt, wie wertvoll die Ressource Wasser ist. Und weniger als jedes zehnte Gewässer in Deutschland ist in einem guten oder sehr guten ökologischen Zustand. Zu diesem aktuellen Ergebnis kommt das Umweltbundesamt.

 

Daher ist eines unsere Schwerpunktprojekte der Schutz des Wörthsees und des hiesigen Grundwassers. Daran kann sich jeder beteiligen der über 3/6/9 oder 12 Monate ein wenig Zeit hat das Projekt voranzubringen und weiter zu entwickeln.

 

Helfe mit die hiesigen Lebensräume am und im Wasser zu schützen, ein Bewusstsein für die nachhaltige Nutzung von Wasser in Wörthsee zu schaffen und den Schutz des Grundwassers konkret voranzubringen.

 

Wir stehen noch am Anfang aber freuen uns Dich kennen zu lernen. Auch wenn Du nur wenig Zeit hast kann dein Engagement einen wichtigen Unterschied für das Wasser von Wörthsee machen! Mache das Wasser zu deinem Projekt. Und keine Sorge Du musst natürlich nicht Grünen Mitglied sein oder werden.

 

Wenn Du es Dir vorstellen könntest mitzumachen und einfach mehr erfahren möchtest melde Dich bei janhantke@remove-this.gmail.com

Am 22. März war Weltwassertag: Gewässerschutz ist globale Herausforderung

Der Weltwassertag erinnert daran, dass sauberes Wasser für unsere Gesundheit und eine intakte Umwelt unersetzlich ist – und dass es auch in Deutschland schwieriger ist, eine gute Wasserqualität in unseren Seen und Flüssen zu erhalten.  Mit unserem Abwasser gelangen zunehmend Spurenstoffe wie Arznei- oder Kontrastmittel in Flüsse und Seen, aber auch mehr und mehr Mikroplastik. All diese Stoffe verhindern die dauerhafte Gewährleistung der hohen Qualität des Trinkwassers auch hier in Wörthsee. Trotz des hohen Standards können die Kläranlagen mit den gängigen Verfahren nicht alle Stoffe entfernen. Wir alle müssen dafür sorgen, dass bestimmte Stoffe erst gar nicht im Abwasser landen.

Grundwasser muss stärker geschützt werden. Die Verpressung von umweltschädlichen Chemikalien oder von belasteten Lagerstättenwässern stellt eine direkte Gefahr für das Grundwasser dar. Auch ist eine nachhaltige Landwirtschaft dringend notwendig, um die Verschmutzung durch Pestizide und Gülle zu stoppen.

Die Belastung der Abwässer muss minimiert werden. Rückstände von Hormonen, Medikamenten, aber auch die Belastung von Abwässern mit Mikroplastik gilt es im Abwasser zu vermeiden. Deshalb müssen Stoffe, die in Kläranlagen nicht herausgefiltert werden, ersetzt oder zumindest so sparsam wie möglich eingesetzt werden.

Unser Planet erstickt in Plastikmüll. Die Vermüllung der Seen und Meere mit Plastik ist eine der größten globalen Umweltkrisen neben der Überhitzung des Klimas und dem dramatischen Artensterben. Besonders problematisch ist Mikroplastik, weil es dauerhaft die Fauna bedroht. Mikroplastik entsteht nicht nur als Endprodukt jahrzehntelanger Zersetzung im Meer sondern es wird auch in Kosmetika, Wasch- und Reinigungsmitteln gezielt eingesetzt. Jeden Tag gelangen Tonnen von Mikroplastik ungebremst in unsere Seen und Flüsse, denn die bestehenden Kläranlagen können es nicht herausfiltern.

Um die immer bedrohlichere Plastikflut wirklich einzudämmen, braucht es verbindliche Vermeidungsziele, die mit konkreten Maßnahmen untermauert werden. Das geht nicht mit freiwilligen Vereinbarungen. Bereits 2013 gab es eine solche Vereinbarung mit den Herstellern von Kosmetikprodukten zum Ausstieg aus der Verwendung von Mikroplastik bis 2016. Tatsächlich aber stieg in diesem Zeitraum deren Verwendung weiter an. Und nun will sich die CSU dafür feiern lassen, die nächste freiwillige Vereinbarung auf den Weg zu bringen. Freiwillige Vereinbarungen sind aber nichts anderes als die Flucht vor politischem Handeln.

Der Schutz unserer Gewässer und Meere geht nicht ohne harte Leitplanken. Dazu zählen beispielsweise ein Verbot von Mikroplastik in Kosmetika nach dem Vorbild anderer EU-Staaten genauso wie die Diskussion über Lenkungsabgaben auf besonders häufige Wegwerfprodukte wie Coffee-to-go-Becher oder Einweggetränke. Es ist die Pflicht verantwortungsvoller Politik, den Schutz der Lebensgrundlage Wasser endlich in den Mittelpunkt zu rücken. Die Zeit der Freiwilligkeit ist abgelaufen!