Unsere Heimat verliert ihr Gesicht

Grüne präsentieren Versiegelungszahlen – Volksbegehren gegen Flächenfraß Starnberg (31.07.2017). Immer mehr Discounter und Logistiker, LKW-Parkplätze und Teerstraßen anstelle grüner Wiesen, Wälder und Felder: Bayernweit hat die versiegelte Fläche zwischen den Jahren 2000 und 2015 um rund 670 Quadratkilometer zugenommen. Das entspricht der Größe von Bodensee, Chiemsee und Starnberger See zusammen! Deutschlandweit ist Bayern damit für knapp die Hälfte der Neu-Versiegelung – also neu asphaltierte, betonierte oder bebaute Fläche – verantwortlich.

31.07.17 –

Grüne präsentieren Versiegelungszahlen – Volksbegehren gegen Flächenfraß

Starnberg (31.07.2017). Immer mehr Discounter und Logistiker, LKW-Parkplätze und Teerstraßen anstelle grüner Wiesen, Wälder und Felder: Bayernweit hat die versiegelte Fläche zwischen den Jahren 2000 und 2015 um rund 670 Quadratkilometer zugenommen. Das entspricht der Größe von Bodensee, Chiemsee und Starnberger See zusammen! Deutschlandweit ist Bayern damit für knapp die Hälfte der Neu-Versiegelung – also neu asphaltierte, betonierte oder bebaute Fläche – verantwortlich.

Wie die Sprecherin des Grünen-Kreisverbands Starnberg und Bundestagskandidatin Kerstin Täubner-Benicke mitteilt, ist auch der Landkreis Starnberg vom ungezügelten Flächenverbrauch betroffen. „Wir erleben eine rasante Zunahme des Flächenbedarfs. Immer neue Gewerbegebiete werden geplant, ausgewiesen oder vergrößert – Gilching-Süd, Unterbrunner Holz, Krailling, Wieling, Schorn, und dann auch noch Umgehungsstraßen in unsere einmalig schöne Landschaft gesetzt. Unsere Heimat verliert so mehr und mehr ihr Gesicht!“

Laut der jüngst veröffentlichten satellitengestützten Erfassung der Bodenversiegelung in Bayern – kurz: Versiegelungsatlas* – nahm die Versiegelung im Landkreis seit 2000 um 511 Hektar zu. Die versiegelte Fläche pro Einwohner – also die Pro-Kopf-Flächenversiegelung – liegt im Landkreis Starnberg bei 207 Quadratmeter.

Bayerns Grüne haben diesem Raubbau an der bayerischen Natur und Kulturlandschaft nun den Kampf angesagt. „Angesichts der dramatischen Entwicklung und der Pläne der CSU-Regierung, die Ausweisung neuer flächenfressender Gewerbegebiete noch mehr zu erleichtern, sehen wir uns gezwungen die Notbremse zu ziehen“, so Ludwig Hartmann, Fraktionschef der Landtags-Grünen. Die Landespartei beschloss Ende Juli, ein Volksbegehren gegen den Flächenverbrauch zu initiieren – Titel: „Damit Bayern Heimat bleibt - Betonflut eindämmen.“

Kerstin Täubner-Benicke ergänzt: „Das Bürgerbegehren in Seefeld „Landschaft schützen. Klinik im Ort lassen.“ ist eine Blaupause für das bayernweite Begehren zum Stopp des Flächenfraßes und hat meine volle Unterstützung.“

Weitere Information zum Seefelder Bürgerbegehren

www.initiative-eichenallee.de

Am 8.8. soll im Seefelder Gemeinderat über die Zulässigkeit entschieden werden.

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Flächenverbrauch

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