Endlich mehr Platz fürs Rad ADFC-Fahrradklima-Test zeigt: Bayern muss handeln

In Bayern wird Infrastruktur nach wie vor fürs Auto, nicht fürs Fahrrad geplant. Das zeigt die ernüchternde Umfrage des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs: Die Zufriedenheit der 170.000 Teilnehmenden mit der Rad-Infrastruktur hat sich in Bayern und Deutschland verschlechtert.Die meisten Orte wurden mit „befriedigend“ oder „ausreichend“ bewertet. Radfahrende fühlen sich im Verkehr zunehmend unsicher. Die Kreissprecherin der Grünen im Landkreis Kerstin Täubner-Benicke bezeichnet es als alarmierend, dass zum Beispiel die Stadt Starnberg von 311 Städten in der Größe von 20.000-50.000 Einwohnern auf ...

Bilder: Martin Pilgram, Radsternfahrt am 07. April 2019 nach München und Fahrraddemo in München mit insgesamt 12.000-15.000 Teilnehmer*innen

In Bayern wird Infrastruktur nach wie vor fürs Auto, nicht fürs Fahrrad geplant. Das zeigt die ernüchternde Umfrage des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs: Die Zufriedenheit der 170.000 Teilnehmenden mit der Rad-Infrastruktur hat sich in Bayern und Deutschland verschlechtert.Die meisten Orte wurden mit „befriedigend“ oder „ausreichend“ bewertet. Radfahrende fühlen sich im Verkehr zunehmend unsicher.

Die Kreissprecherin der Grünen im Landkreis Kerstin Täubner-Benicke bezeichnet es als alarmierend, dass zum Beispiel die Stadt Starnberg von 311 Städten in der Größe von 20.000-50.000 Einwohnern auf dem 298. Platz in Deutschland und auf Platz 31 von 33 liegt. Gerade die Sicherheit beim Radfahren wird als größte Schwäche benannt und erhält die Schulnote 5. Besondere Schwächen sind die schlechte Erreichbarkeit des Stadtzentrums und die häufig notwendigen Umwege. „In Starnberg ist Radfahren mit großem Stress verbunden, das muss sich ändern“.

Martina Neubauer, Kreisrätin und Landratskandidatin, kommentiert: „Es ist die Folge der jahrzehntelangen Bevorzugung des Autos, dass Radfahrenden wörtlich Steine in den Weg gelegt werden. Alle wissen, dass das Fahrrad die umweltfreundlichste, gesündeste und in Städten die schnellste Mobilität ist.

Die Lösung der durch steigenden Autoverkehr ausgelösten Verkehrsprobleme in den bayerischen Städten und Gemeinden ist nicht denkbar ohne eine massive Ausweitung des Fahrradanteils. Deshalb geben wir GRÜNE dem Radverkehr die höchste Priorität. Der Radverkehr braucht endlich eine zeitgemäße Infrastruktur. Dazu gehören eigene, sichere Radwege an allen Hauptstraßen, ein dichtes Netz an Radschnellwegen und fahrradfreundliche Ampelschaltungen.

Damit Rad und öffentliche Verkehrsmittel miteinander kombiniert werden können, fordern wir die kostenlose und komfortable Fahrradmitnahme im Schienennahverkehr. Nur mit diesen Maßnahmen wird umweltfreundliche Mobilität endlich Realität.“

Der ADFC-Fahrradklima-Test 2018 ist hier einsehbar: https://www.fahrradklima-test.de/

Kategorie

Fahrrad Mobilität Verkehrswende